Das Spendenprojekt Vesperkirche startet am Dienstag
Am 20. Januar beginnt die Vesperkirche Ravensburg. Am Vorabend ist ab 18 Uhr feierliche Eröffnung mit einem Gottesdienst. Es ist bereits die 18. Vesperkirche im Schussental. Bis zum 8. Februar rechnen die Organisatoren mit rund 12.000 Gästen, die an 20 Tagen die Vesperkirche besuchen werden. Das Großprojekt finanziert sich fast ausschließlich durch Spenden.
132.000 Euro an Spenden müssen die Organisatoren der Johannes-Ziegler-Stiftung aus Wilhelmsdorf und des Diakonischen Werks Oberschwaben-Allgäu-Bodensee sammeln, um am Ende alles zu finanzieren. 12.000 erwartete Gäste heißt ebenso viele Essensportionen, die bestellt und bezahlt werden müssen und an den 20 Tagen über die Theke gehen. „Legt man alle Kosten um, dann kostet das pro Gast und Vesperkirchenbesuch rund 10 Euro“, sagt Harald Dubyk von der Johannes-Ziegler-Stiftung. Die Gesamtkosten setzen sich aus unterschiedlichen Positionen wie Mittagessen, Wurst, Käse und Butter für die Vespertüten, Energie für Strom und Heizung sowie deren Bereitstellung, die tägliche Kirchenreinigung und die Köche, die an jedem Tag einen reibungsglosen Ablauf bei der Essensausgabe garantieren. Dazu kommen Fahrzeugmiete, Versicherungen sowie Ausgaben für das Gestalten und Drucken von Flyern und Plakaten, mit denen für die Vesperkirche und ihr Kulturprogramm geworben wird. „Werbung gehört bei einem so großen Ereignis wie die Vesperkirche einfach dazu. Sonst würde das kaum funktionieren“, betont Harald Dubyk.
Knapp 40.000 Euro an Spenden sind bereits zusammengekommen. Somit fehlen aktuell noch über 90.000 Euro. „Das Angebot der Vesperkirche kostet nichts. Das warme Mittagessen, die Getränke, der Kaffee und der Nachtisch, ein beheizter Kirchenraum, Kultur – all das wird ausnahmslos über Spenden ermöglicht“, sagt Mitorganisator Ralf Brennecke vom Diakonischen Werk in Ravensburg, „deshalb bitten wir um Spenden zugunsten der Vesperkirche.“ Jeder Euro ist wichtig. Das Sammeln von Spenden ist jedes Jahr aufs Neue ein Kraftakt, wissen die Organisatoren.

Bis zu 12.000 Gäste erwarten die Organisatoren bei der diesjährigen Vesperkirche in Ravensburg. Dafür müssen sie 132.000 Euro an Spenden sammeln, damit alles finanziert werden kann. Foto: Rolf Schultes
„Aktuell merken wir, dass die Spendenbereitschaft im Land etwas schwächer ist wie in den vergangenen Jahren. Das hat sicher was mit der wirtschaftlich unsicheren Lage der Menschen zu tun. Das trifft natürlich auch unsere Vesperkirche als reines Spendenprojekt“, sagt Matthias Braitinger, Funktionsbereichsleiter Spenden und Helfen bei den Zieglerschen. „Im Vergleich zu den Vorjahren liegen wir aktuell um rund 5000 Euro bei den Spendeneingängen zurück.“
Die Vesperkirche im Schussental ist ein Angebot aus der Region für die Region. Finanziell bedürftige oder sozial ausgegrenzte Menschen erfahren Solidarität und Unterstützung von Menschen und Institutionen, die für die Vesperkirche spenden und somit wesentlich zur Finanzierung beitragen. „Wir sind offen für alle! Bei uns gibt es keine Bedürftigkeitsüberprüfung. Jeder ist Gast! Diejenigen, die nichts oder nur wenig geben können, und jene, die sogar mehr geben können, bilden so die oft wahrgenommene Vesperkirchengemeinschaft. Gemeinsam am Tisch, bereit zum Gespräch, zum Austausch miteinander. So trägt die Vesperkirche auch zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts bei uns im Schussental bei“, ist sich Gerd Gunßer sicher, der seit 2009 die Vesperkirche im Schussental mitorganisiert.
Wer die Vesperkirche Ravensburg finanziell unterstützen möchte, kann dies unter folgender Bankverbindung tun:
Evangelische Bank eG | Konto 555 444 | BLZ 520 604 10 | BIC/SWIFT genodeflek1 | IBAN DE26 5206 0410 0000 5554 44 | Stichwort Vesperkirche Ravensburg.
Mehr Informationen zur Vesperkirche gibt es unter www.vesperkirche-ravensburg.de. oder auf Instagram unter vesperkirche schussental.